Das Veredelungsverkehrsverfahren ist eines der effektivsten außenwirtschaftlichen Instrumente, um Rohstoffe zu Weltmarktpreisen zu beschaffen, den Export zu steigern, die Wettbewerbsfähigkeit exportierter Produkte auf internationalen Märkten zu erhöhen, Exportmärkte zu erweitern und exportierte Produkte zu diversifizieren.

Allgemein ermöglicht das Veredelungsverkehrsverfahren die vorübergehende Einfuhr von Rohstoffen, Hilfsstoffen, Fertig- und Halbfertigprodukten sowie Verpackungsmaterialien in das türkische Zollgebiet zur Weiterverarbeitung, ohne dass außenwirtschaftliche Maßnahmen oder Zölle, zusätzliche Zölle, Antidumpingzölle, Mehrwertsteuer (MwSt.) und Sonderverbrauchsteuern (SCT) erhoben werden. Diese Abgaben werden stattdessen durch eine Sicherheit gedeckt. Nach der Verarbeitung und Umwandlung der importierten Waren in Endprodukte wird die Sicherheitsleistung bei deren Export erstattet.

Was ist das Veredelungsverkehrs-Genehmigungszertifikat (IPAC) und die Veredelungsgenehmigung?

Im Rahmen dieses Verfahrens gibt es zwei Arten von Genehmigungen: das Veredelungsverkehrs-Genehmigungszertifikat (IPAC) und die Veredelungsgenehmigung:

Veredelungsverkehrs-Genehmigungszertifikat (IPAC): Ein vom Handelsministerium ausgestelltes Zertifikat, das die zollfreie Einfuhr und/oder den steuerfreien Bezug von Waren im Inland ermöglicht, die für den Export bestimmt sind.

Veredelungsgenehmigung: Eine von der Zollverwaltung ausgestellte Genehmigung, die die vorübergehende Einfuhr von Waren zur einfachen Bearbeitung wie Montage, Installation, Reparatur oder Lackierung erlaubt, nach deren Verarbeitung die Waren wieder exportiert werden.

Gültigkeitsdauer: Die Dauer des Veredelungsverkehrs-Genehmigungszertifikats oder der Veredelungsgenehmigung variiert je nach Sektor, beträgt jedoch in der Regel maximal 12 Monate. Nach Ablauf dieser Frist kann eine Verlängerung beim Handelsministerium für das Zertifikat und bei der Zollverwaltung für die Genehmigung beantragt werden.

Welche Vorteile bietet das Veredelungsverkehrsverfahren?

  • Befreiung von Zöllen, zusätzlichen Zöllen, Antidumpingzöllen, Mehrwertsteuer, Sonderverbrauchsteuern (SCT) und anderen Einfuhrabgaben für Rohstoffe, Zwischenprodukte oder Hilfsstoffe, die von inländischen Herstellern für den Export importiert werden.
  • Reduziert die Kosten für Exporteure und ermöglicht ihnen, auf internationalen Märkten wettbewerbsfähiger zu sein.
  • Zertifikats- oder Genehmigungsinhaber können gemäß Artikel 17 des vorübergehenden Mehrwertsteuergesetzes Zwischenprodukte, die für die Herstellung von Endprodukten benötigt werden, ohne Mehrwertsteuer von inländischen Produzenten beziehen. Dies bietet Exporteuren finanzielle Vorteile und verhindert, dass inländische Produzenten durch Anreize für importierte Produkte benachteiligt werden.
  • Zertifikats- oder Genehmigungsinhaber sind von handelspolitischen Maßnahmen befreit und können ihre Importtransaktionen schneller durchführen, ohne zusätzliche Konformitätsdokumente oder Genehmigungen innerhalb des Verfahrens zu benötigen.

Warum eine Beratung zum Veredelungsverkehrsverfahren in Anspruch nehmen?

Die ordnungsgemäße Abwicklung von Prozessen im Zusammenhang mit der Beantragung neuer Zertifikate oder laufenden Zertifikatstransaktionen durch Fachleute oder spezialisierte Institutionen hilft Unternehmen, Zeit- und Finanzverluste zu vermeiden. Darüber hinaus gewährleistet es die korrekte und vollständige Anwendung der Veredelungsverkehrsregelungen und bietet erhebliche finanzielle Vorteile.

Bei ConsultSight begleiten wir unsere Kunden durch den gesamten Prozess – von der Beantragung des Veredelungsverkehrs-Genehmigungszertifikats über dessen Überwachung und Revision bis hin zum Abschluss.

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